Partager
Druckversion

Aktuelle Grösse: 100%

Der Fluss Aude

Man nennt ihn gemeinhin « den Fluss ». Er gehört zu unserem Gebiet dazu genauso wie die « Garrigue ,  das Meer, die Etangs, die Sümpfe  und die Weinfelder ».

Jedes Teil besitzt seine Eigentümlichkeit, seine wohltuende Wirkung für die Einwohner dieses Gebiets die zur Ausstrahlung und wirtschaftlichen Aufschwung beitrugen .

Die Garrigue : man findet hier wilden Spargel, Pilze, Wild …

Das Meer bringt erfrischende Kühle im Sommer, ermöglicht  Fischfang  von Makrelen und Seewolf im Winter.

Die Weinfelder sichern den zahlreichen Weinbauern  ihr Einkommen  dank ihrer vortrefflichen Arbeit die anhand  zahlreicher Medaillen bei verschiedenen Jahreswettbewerben ausgezeichnet und anerkannt wurden.

Die Etangs und Sümpfe  profitieren im Winter vom Meer und seinen Überschwemmungen, dem Süsswasseraufkommen des Clapemassivs, sowie den mehr oder weniger beträchtlichen Flussübertretungen.  Jede dieser  Komponenten  schaffen eine Umgebung die allen Phantasien der Tier- und Pflanzenwelt  offensteht,  eine fesselnde Umwelt,  ein Revier für Wasservögel  und ein Schongebiet für die Nistung zahlreicher Arten von Zugvögeln.

 

Schliesslich der Strom AUDE :  « Der Fluss »,  Süsswasser ist zum Leben notwendig, gut für Kultur und Weinstöcke. Dank dieser mehr oder weniger regelmässigen Abflussmengen können die Weinbauern ihre Weinfelder und Wiesen jeden Winter  überschwemmen und irrigieren.

 

MEHRERE ZIELE : 

Anfang letzten Jahrhunderts wurde hiermit die Phylloxéra (Reblaus)  bekämpft, heutzutage hat die Überschwemmung den Zweck die winterlichen  Fröste  sowie salzige Wiederaufkommen abzuhalten.  Vor knapp drei Jahrhunderten war die niedrige Aude-Ebene noch ein Delta. Das Salz im Boden ist immer noch gegenwärtig und die Böden  enthalten bei  Überschwemmungen  in ihren Tiefen genügend davon.

 

DER FLUSS MIT EINEM GROSSEN  ‘R’  wie Rivière

An seiner  Mündung,  den Cabanes de Fleury,  symbolisierte  er die Speisekammer für eine ganze Bevölkerung  von Landwirtschaftsarbeitern und Fischern. Eine vollständige Wirtschaft funktionierte anhand der  Fischerei. Es gab Weinfelder die der Compagnie des Salins du Midi angehörten, Salzteiche, deren Parzellen heute noch ersichtlich sind. Dann gab es die Fischerei ; ein wichtiger Bereich da  sie grundlegend war  für die eigene  Lebensmittelversorgung.

Der Fisch wurde auf unendliche Arten zubereitet und diese Geschicklichkeit hat sich bis heute erhalten. Die Männer gingen auf Fischfang  der von den Frauen zum Verkauf angeboten wurde.   Sie marschierten mit einer vom Esel oder Maultier gezogenen Karre in die umliegenden Dörfer mit einer für jede genau festgelegten  Geschäftstour (vor 1939).

Im Winter war es die Flussfischerei , im Frühjahr und im Sommer erlaubte das Meer  eine zusätzliche Fischerei beschäftigung.  Ihnen waren alle Gefahren bewusst, gingen ihnen aber nicht aus dem Weg.  Besonnenheit  war ihr Leben, sie hatten Familie und besorgten ihr Fischkapital.

 

Der « Globe » gehörte mit zu den alt überlieferten Angeltechniken  die am Mittelmeer fast verschwunden sind aber vor einigen  Jahren noch in Cabanes praktiziert wurde. Diese Angeltechnik  besteht daraus ein Netz  über die ganze Breite des Flusses  zu spannen, dann in das Wasser abzusenken und anschliessend  mit Hilfe einer Riemenscheibe  und körperlicher Kraftanstrengung wieder hoch zu hieven (heutzutage mechanischer Vorgang). Der Fisch der sich zu diesem Zeitpunkt über dem Netz befindet , ist gefangen und der Fischer kann ihn von seinem Kahn aus  mit seinem Kescher herunternehmen. Eine festgesetzte Reihenfolge war zu befolgen da der Fisch niemandem gehörte.