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Das Wappen und seine Legende

Zu allen Zeiten haben die Menschen Wahrzeichen benutzt mit denen sie sich identifizieren konnten.

1790 wurden die Wappen bei der Revolution abgeschafft da dies als Zeichen des Adels galt.

1808 gründet Napoléon einen neuen Adel und führt  das Wappenrecht wieder ein.

Unter der Restauration wird der ehemalige Adel wieder eingesetzt, nimmt seine Titel und Wappen neu auf, der Adel des Kaiserreichs  darf seine behalten.

Die 3. Republik schafft sie wieder ab.

 

Heutzutage besitzt jeder das Recht seine Wappen zu benutzen, ihre vom Privatrecht abhängige Verwendung ist frei und zulässig.

  1. Pérignan : Silber mit grünem Birnbaum auf gleicher Terrasse stehend und vergoldetem Obst
  2. Fleury : Sand mit schmalem Goldpfahl und Grün
  3. Fleury Olympique :  um das Jahr 1970 herum angefertigt und  mit den Dorffarben dargestellt
  4. Fleury Actuel :   die beiden blauen Linien repräsentieren die 2 Strände :  Les Cabanes  und Saint Pierre

Fleury wurde 1696 ausgearbeitet ;  Louis XIV der einen grossen Bedarf hat, die leeren Kassen aufzufüllen, fordert  eine Verzeichnung alter Wappen des Königrechts  sowie die Zahlung einer Gebühr. Er zwingt die wappenlosen Gemeinden, solche anzufertigen mit derselben Zusammenstellung für jede Region.  In unserer ist dies ein Pfahl und eine Stromlinienform wobei  für jedes Dorf die Farben gewechselt werden.

Dies ist romanzenartig gefärbt , die Wahrheit liegt wahrscheinlich woanders.

 

DIE LEGENDE

Ein kleines Mädchen aus dem Dorf Périnhan lebte mit seinen Geschwistern und Eltern in einem kleinen Haus im Dorfzentrum in einer schmalen Gasse in der Nähe des Schlosses. Beim Spaziergehen in der Clape hört sie ein Rascheln im trockenen  Gras unter den Eichen, nähert sich und erblickt eine verletzte Taube, sie streichelt und beruhigt das Tier und nimmt es mit nach Hause um es zu pflegen.

 

Eines Morgens beim Aufwachen stellt sie fest dass ihr kleiner Pflegling nicht mehr da ist, ihr aber als Geschenk ein kleines braunes Körnchen und eine zarte Feder zurückgelassen hat.

 

Sie sät  dieses Korn in einen am Fenster stehenden Topf ; nach einiger Zeit spriesst eine Pflanze die grösser und grösser wird, alle perplexen Dorfeinwohner kommen diese Riesenpflanze zu bewundern. Der Lehensherr des Dorfs beschliesst, sie in den Ehrenhof des Schlosses zu verpflanzen. Jeden Tag kommt das kleine Mädchen sie zu bewundern und zu giessen. Im Laufe der Zeit wird daraus ein beträchtlicher  Baum und aus dem  kleinen Mädchen eine wunderhübsche junge Frau die der Sohn des Lehensherrn am schönsten findet. Im Frühjahr deckt sich der Baum mit weissen Blumen und im Sommer mit lustigen kleinen Früchten die im Herbst gross und goldfarben werden. PERAS wurden sie genannt. Es gibt 7 Birnen, 3 für den Lehensherrn, 3 für das junge Mädchen und 1 für den Pilger der nach Saint Jacques de Compostelle zieht.

 

Eines Morgens muss der junge Lehensherr auf Kreuzzug gehen ; er bittet das junge Mädchen sein Taschentuch  aus blauer Seide zu besticken.  Sie malt mit der Vogelfeder einen Birnbaum  mit 7 Birnen und stickt mit schwarzem Rosshaar die Äste des Baums und mit ihren blonden Haaren verziert sie die Früchte. Der Ritter befestigt es auf seiner blauen Fahne von St. Martin. Der Birnbaum  mit sieben goldenen Birnen wird das Wahrzeichen aller Lehensherren von Périnhan.

 

Nach einigen Jahren kommt es zur Rückkehr des Kreuzzugs, zur Hochzeit des Liebespärchen, zur Feier im Dorf und das Wiederkommen der Taube die auf dem Birnbaum thront  wird ein Freudenfest für alle.